Reisen am Rand der Galaxis

Reisen am Rand der Galaxis
Reisen am Rand der Galaxis
Ein lautes metallisches Knarzen übertönt die 4.587te Folge von “Luna Santuario”.

Niemand in dem kleinen Raum reagiert darauf, nach drei Wochen an Bord haben sich selbst die Neulinge an die bedrohlichen Geräusche des Schiffes gewöhnt. Dieses hier ist nicht das schlechteste, auf dem du bisher gereist bist, bestimmt maximal zweihundert Jahre alt. Es hat einen Vorführraum und eine extra Kantine. In beide passt nur jeweils ein Drittel der Passagiere, und du magst Schiffe mit Schichtsystem. Hier würfeln sie sogar jede Woche die Schichten neu zusammen, aber nach drei Wochen kennst du sie trotzdem alle. Die Resignierten, die interessierten Neulinge, diejenigen, die sich über alles beschweren müssen: über die Rationen, das Unterhaltungsprogramm, die Länge der Hygienephasen. Du weißt die kleinen Annehmlichkeiten, wie zwei verschiedene Geschmacksrichtungen bei den Rationen, noch immer zu schätzen. Vielleicht wäre es anders, würdest du aus dem Ursprungssystem stammen, wo die Schiffe besser und die Reisen kürzer sind.

Du hast dein letztes Geld für diese Passage ausgegeben, und weil der Rest sowieso für nichts weiter gereicht hätte, hast du dir einen Platz in einer Vier-Personen-Kabine gegönnt. Sogar mit den weichen Gurten an den Wänden, die verhindern, dass ihr während der Schlafphase zusammen stoßt. Man darf die kleinen Annehmlichkeiten im Leben nicht außer Acht lassen. Wenn ihr in vier Wochen euer Ziel erreicht, wirst du dir allerdings dringend Arbeit suchen müssen, sonst kommst du nicht weiter.

Zwei oder drei Monate wirst du Zeit haben, bis das nächste Schiff ankommen wird, das dich weiter nach draußen bringen soll. Wenn du bis dahin das Geld nicht hast, oder das Schiff ausfällt, wirst du weitere drei Monate dort festsitzen. Sollte es gar nicht funktionieren, bekommst du mit Glück eine Passage auf diesem Schiff zurück, wenn es nach einem Monat seinen Antrieb aufgeladen hat.

Das Knarzen ertönt erneut, dieses Mal lauter und länger, und die Leinwand wird schwarz. Das Licht flackert kurz und erlischt dann.

Die Mechaniker machen sich sofort an die Behebung des Problems, sie öffnen die Türen zwischen Vorführraum und Kantine und wecken die Passagiere aus der Nachtschicht. Du hältst dich an deinen zugewiesenen Leitstangen fest und versuchst, dich so wenig wie möglich zu bewegen. Die beiden kleinen Räume sind nun so vollgestopft, dass du kaum die Arme bewegen kannst. Die brauchst du allerdings auch nicht zum Beten. Es wird heiß im Raum, als zwei Mechaniker Wandpaneele abmontieren und an den Leitungen dahinter herumschrauben, während drei andere die Feuer für Hephaistos entzünden. Du kennst die Riten für diesen Gott nicht, doch das erwartet auch niemand. Inbrünstig steigst du in die Gebete ein und ihr versucht, mit euren Stimmen die Geräusche der Außenhülle zu übertönen.

Nicht zum ersten Mal fragst du dich, wie private Crews ihre winzigen Schiffe wohl reparieren. Zwei- oder dreimal hast du solche Leute getroffen, exzentrische Gestalten. Allein die Vorstellung, mehrere Monate nur mit einer Handvoll Menschen auf so engem Raum! Vielleicht ein Zehntel der Größe des Schiffes, auf dem du dich gerade befindest, und meist noch nicht einmal mit Sprungantrieb. “They don’t make ’em like that anymore!” – und du verstehst absolut, warum! Was du nicht verstehst, ist, wieso die rar gesäten Crews, die ein solches besitzen, so daran festhalten.

Als das Gebet beendet ist, legt sich eine gespenstische Stille über den Raum. Kollektiv haltet ihr den Atem an, wartet auf ein Zeichen.

Aus Richtung der Außenhülle ertönt ein Knirschen, das sich fortsetzt und durch die Eingeweide des Schiffes zu wandern scheint.

Das Licht flackert kurz und springt dann wieder an. Du blinzelst ob der plötzlichen Helligkeit.

Nicht lange danach erzittert das Schiff und neben dem rot flackernden Licht weist euch eine freundliche Computerstimme darauf hin, dass ihr euch für den Anlegeprozess bereit machen sollt. Sofort hältst du dich an den Wandgriffen fest und schließt den Gurt, der dich an Ort und Stelle halten wird. Selbst nach einigen Raumreisen ist dieser Vorgang noch immer äußerst unangenehm. Aus kleinen Öffnungen an der Wand werden braune Papiertüten an die Passagiere ausgeteilt und erleichtert greifst du dir eine. Als die Wände um dich herum beginnen zu wackeln, krallst du dich an den Griffen fest und presst die Lippen zusammen. Die plötzlich einsetzende Schwerkraft wirkt in drei Richtungen gleichzeitig und du spürst, wie dein Körper langsam und schmerzhaft auseinander gezerrt wird. Es dauert eine kleine Ewigkeit, dann wirst du urplötzlich wieder zusammen gedrückt, die Luft wird aus deinen Lungen gepresst. Als die physikalischen Kräfte nicht mehr auf dich einwirken, hast du ein Klingeln in den Ohren und es dauert einige Minuten, bis du dich daran gewöhnt hast, wieder in normaler Schwerkraft zu existieren. Der Raum füllt sich mit dem Gestank von Erbrochenem. Du bist stolz auf dich. Es ist die erste Reise, bei der du deine Tüte nicht benötigt hast.

Die Anomalie und die Entstehung von G.O.D. Station

Die Anomalie
Die Anomalie und die Entstehung von G.O.D. Station (Bild: Pixabay)

Zuerst brach der Kontakt zu den äußeren Kolonien ab. Immer wieder kam es zu Störungen der interplanetaren Kommunikationssysteme. Dann schienen die Bahnberechnungen für Raumtransportflüge nicht mehr zu stimmen.

In den äußeren Bereichen des erforschten Raums, weit jenseits des Sonnensystems, hatte sich eine Gravitationsanomalie wie aus dem Nichts am Rande des menschlichen Einflussbereichs manifestiert. Umgeben von einem rätselhaften Nebel brachte die Unregelmäßigkeit eine Reihe unerklärlicher Phänomene mit sich, die mit der Zeit das Leben im Sonnensystem und in den menschlichen Kolonien auf den Kopf stellten.

Inmitten dieser letzten ausklingenden Hochphase der Eurasischen Konföderation wurde daraufhin ein bahnbrechendes Projekt umgesetzt: Mit den allerneusten Ergebnissen aus Technologie und Forschung wurden insgesamt 25 experimentelle Sprungschiffe in Richtung der Lamarr-Anomalie (wissenschaftlicher Name: “LMR-8123112219”) geschickt, wo sie sich unter der Anleitung einer autonomen KI zu einer autarken Raumstation zusammensetzten: die Gravitational Observation & Detection Station.

Nach ihrer Fertigstellung begann die Station mit der Analyse der Gravitationsanomalie und schickte ein Signal an die Erde – das Aufbruchszeichen für die erste Generation von Forschungs- und Wissenschaftspersonal, das G.O.D. Station bemannen sollte. Den Erkenntnissen dieser unerschrockenen Weltraumpioniere – den Prim_Ex – ist es zu verdanken, dass Lösungen erarbeitet wurden, um sich den Phänomenen aus der Anomalie anzupassen, die Fehlfunktionen zu umgehen und den geregelten Ablauf der Prozesse im Heimatsystem zu gewährleisten. Konkrete Erklärungen zu den genauen Ursprüngen und Funktionsweisen der Anomalie-Phänomene blieben jedoch rar, und die Prim_Ex konnten kaum mehr als provisorische Lösungen für die unerklärlichen Brüche der physikalischen Gesetzmäßigkeiten liefern, die aus dem Anomalienebel strömten.

Im Jahr 550 der neuen Zeitrechnung wurde das Sol-System schließlich von einer zweiten Welle aus der Anomalie getroffen, die erneut Chaos ausbrechen ließ. Schon Jahrzehnte zuvor hatten Zersetzungsprozesse in der Konföderation begonnen und die Ressourcen wurden knapper. Die technischen Schäden durch die zweite Welle waren gewaltig, und es dauerte lange Jahre, bis überhaupt wieder eine Funkverbindung zur Station hergestellt werden konnte.

Doch das endgültige Auseinanderbrechen der Eurasischen Konföderation, das darauffolgende politische Zuständigkeits-Bingo, Wirtschaftskrisen und technologische Rückschritte sorgten dafür, dass G.O.D. Station am kalten, lichtlosen Rand des bereisten Raums in Vergessenheit geriet.

Aber wie auf allen einsamen Inseln der Zivilisation hat sich dort über Generationen ein eigenes soziales Ökosystem aus Wissenschaft, Aberglaube, Marktwirtschaft und Politik entwickelt …

PS: Für die Anomalie und G.O.D. Station finden wir vor allem
dieses Bild von Gabriel Bjork Stiernstrom sehr passend.

Die Erweckung | Die Erlösung (03.-06.10.2019)

Werte Damen, werte Herren,
liebe Freunde, liebe Kunstfreunde,
wir freuen uns, euch präsentieren zu dürfen:

Gesellschaft der Kunstfreunde zu Leipzig:

Die Erweckung | Die Erlösung

1929. Eine Hommage an Dekadenz und Degenaration.
Das finale Treffen der Gesellschaft der Kunstfreunde zu Leipzig.
Ein charakterzentriertes Liverollenspiel um Gesellschaft und persönlichen Horror für 28 Teilnehmende.

Wir bieten dir…
…einen exklusiven Club mit Rahmenprogramm.
…mit der Welt und anderen eng verknüpfte Charaktere.
…die Möglichkeit, die Ängste deines Charakters in anderen und/oder im Geschehen gespiegelt zu sehen und dich mit ihnen auseinander zu setzen.
…die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob und wie du das Geschehen beeinflussen möchtest – bevor es dich beeinflusst.
…die Möglichkeit, ein Wochenende lang dekadent zu degenerieren.

Dieses Spiel ist etwas für dich, wenn…
…du mehr auf persönlichen Horror stehst als auf das Tentakelmonster im Wald.
…es dir Spaß macht, ein wenig Vorbereitungszeit in deinen Charakter zu investieren.
…du gern Charaktere mit verschiedenen Facetten und eigenen Motivationen aufbaust und spielst.
…du ein stimmungsvolles Sittenportrait der Goldenen Zwanziger spielen möchtest.
…du nicht nur am Plot der Spielleitung interessiert bist, sondern auch an den persönlichen Geschichten der anderen Charaktere.

Dieses Spiel ist nichts für dich, wenn…
…du gewinnen willst. (Die Charaktere sollen Rückschläge erleiden, sich dadurch entwickeln und ihren Ängsten stellen.) Unser Spiel kann man nicht gewinnen.
…du kein Fan von Konflikten und Streit zwischen den Charakteren der Teilnehmenden bist.
…du dir einen langsamen Einstieg in übernatürliche Thematiken erhoffst. Wir sind in der fünften und finalen Veranstaltung unserer Reihe, weshalb das Eskalationsniveau längst nicht mehr bei Null startet.
…du von der Spielleitung oder den NSC zum Plot mitgenommen werden möchtest. Er ist da, aber du musst ihn selbst finden.

Lies dazu bitte auch unsere SPIELPHILOSOPHIE.

Kurz-FAQ

“Letzte Veranstaltung? Kann ich da überhaupt noch neu einsteigen?” – Klar! Wir bauen jeden Charakter in die Welt ein, so auch dieses Mal. Wir sorgen dafür, dass neue Charaktere genügend Spielansätze erhalten sowie Möglichkeiten, an Informationen zu kommen. Die Motivation des Spielens muss natürlich am Ende von dir kommen, aber das ist bei wiederkehrenden Charakteren nicht anders – da sind wir fair. 😉

Informationen

Anreise: 03.10.2018 ab 14 Uhr
Start: 03.10.2018, 17.30 Uhr (18 Uhr IT)
Ende: In der Nacht von Samstag auf Sonntag.
Abreise: Sonntag bis 12 Uhr.

Adresse: bei Rochlitz
Anfahrt:
— von Leipzig mit dem Auto: ca. 1 Stunde, über Rochlitz ist es am angenehmsten; von Berlin mit dem Auto ca. 3 Stunden über Leipzig
— von Leipzig mit der S-Bahn: mit der S6 bis zum Bahnhof Geithain & dann abholen lassen, von Berlin mit dem Zug bis Leipzig und von dort weiter wie beschrieben.
Eine Fahrt vom Bahnhof zur Location dauert ca. 20 Minuten, daher sind wir hier auf die Mithilfe der autofahrenden Gäste angewiesen. Nach 16 Uhr können wir euch nur bedingt vom Bahnhof abholen.
Verpflegung: Vollverpflegung von Donnerstag Abend bis Sonntag Vormittag, inklusive alkoholfreie Getränke und Mitternachtssnacks.
Unterbringung:
— In Apartments mit drei bis sechs Personen und je eigenem Badezimmer.
— Bettwäsche und Handtücher sind vorhanden, Hausschuhe solltest du ggf. mitbringen.
— Auf den Zimmern stehen euch Wasserkocher zur Verfügung, ihr könnt euch also selbst Tee, Kaffee etc. kochen.
— Die Zimmerbelegung erfolgt nach IT-Gesichtspunkten.
— Wir haben einen privaten Park, bringt also gern stimmungsvolle Beschäftigung für draußen mit, um euch die Beine zu vertreten!
— Es wird die Möglichkeit geben, vor Ort die Sauna zu nutzen, das kostet 10€ pro Nutzung (also nicht pro Person). Wir lassen am Ende unter allen, die das Angebot wahrnehmen, einen Klingelbeutel rumgehen, bringt also entsprechendes Kleingeld mit.

Plätze & Preise

freie Betten: 0/23 | freie Feldbett-Plätze: 4/9

170€ im Bett | 150€ mit eigenem Feldbett

bis 30.06.2019:
Wiederanmeldungen von bereits bestehenden Charakteren zahlen 160€ für ein Bett | 140€ für ein Feldbett.

ab 01.07.2019:
Wiederanmeldungen von bereits bestehenden Charakteren bei Zahlung innerhalb von zwei Wochen nach Anmeldebestätigung zahlen 160€ für ein Bett | 140€ für ein Feldbett.

NSC im Bett: 120€ | im Feldbett: 100€
Unsere NSC-Plätze sind begrenzt und die Rollen tragen viel Verantwortung. Wir würden sie gern mit Menschen besetzen, die wir kennen. Bitte schreibt uns an, wenn ihr Interesse habt.

Fristen

  • Anmeldungen sind bis zum 31.08.2018 möglich.
  • Spätestmöglicher Zahlungstermin ist der 07.09.2018. Conzahlung ist nicht möglich.
  • Reservierungen gelten immer für zwei Wochen nach Meldung unsererseits, d.h. nach Bestätigung eurer Anmeldung habt ihr zwei Wochen Zeit, uns ggf. Fragen zu beantworten, nach Bestätigung eurer Charakterinformationen habt ihr zwei Wochen Zeit, das Geld zu überweisen usw. Andere Fristen sprechen wir gern mit euch ab, bitte teilt uns das deutlich per E-Mail mit. Ohne genaue Aussage werden wir annehmen, dass ihr mit den o.g. einverstanden seid.
  • Anmeldungen mit unvollständigen Fragebögen gelten als reserviert für zwei Wochen, danach wird der Platz wieder freigegeben, wenn ihr uns nichts anderes sagt.

“Support your local Kunstfreunde”-Tarif

Auch dieses Jahr freuen wir uns wieder über Spenden, damit andere weniger zahlen können. So soll Kunstfreunden, welche nicht den kompletten Beitrag aufbringen können, die Teilnahme an der Veranstaltung ermöglicht werden. Wer den Patentopf in Anspruch nehmen möchte, muss bereits einmal an einer Kunstfreunde-Veranstaltung teilgenommen haben oder explizit von uns eingeladen worden sein. (In dieser Reihenfolge)

Geld aus dem Topf, das nicht in Teilnehmende investiert wird, werden wir investieren, um euch noch mehr Kunstfreude bieten zu können – z.B. mit Deko, Basteleien oder was uns einfällt, um die Veranstaltung für euch schöner zu gestalten.

Ablauf der Anmeldung

Du sendest uns das vollständig ausgefüllte Anmeldeformular (siehe unten) zu.
Besuchst du uns zum ersten Mal, verabreden wir uns danach zu einem Charaktergespräch, persönlich oder digital. Dafür solltest du 1-3 Stunden Zeit einplanen und vorher unsere Spielphilosophie lesen. Wir erzählen dir etwas über unser Spiel und finden heraus, woran du Spaß haben würdest. Dann schickst du uns entweder deinen Charakterentwurf oder bekommst das Grundgerüst eines Charakters von uns und füllst es mit Leben. Grundsätzlich entwirfst du deinen eigenen Charakter. Es gibt aber mittlerweile ein paar, die wir gern im Spiel hätten, z.B. weil sie von anderen Charakteren durch deren Geschichten eingebracht wurden und wir der Meinung sind, ihre Anwesenheit würde das Spiel bereichern. Wenn wir im Gespräch den Eindruck haben, deine Vorstellungen und Präferenzen passen zu einem dieser Charaktere, werden wir ihn dir vorschlagen.
Warst du schon einmal bei uns, haben wir evtl. noch Fragen zu deinem Erlebnis auf der letzten Veranstaltung, um dich bei der nächsten möglichst gut versorgen zu können.
Danach erhältst du von uns die Kontodaten und kannst den Teilnahmebeitrag überweisen. Beachte bitte, dass für die Fristen das Eingangsdatum des Teilnahmebeitrags auf unserem Konto gilt! Melde dich ggf. also rechtzeitig an, da es immer sein kann, dass wir noch Nachfragen oder Bitten zur Ergänzung an dich haben.
Wir wissen, dass das ungewöhnlich ist. Uns ist es wichtig, dass wir ein gemeinsames Verständnis unseres Spiels haben, wir verbinden deinen Charakter aufwändig mit anderen und bauen ihn in die Welt ein. Wir wollen dich damit nicht nerven, sondern allen eine runde und in sich passende Spielwelt bieten.

Anmeldung

Wir freuen uns auf euch!

Die Entscheidung (5.-7.10.2018)

Werte Damen, werte Herren,
liebe Freunde, liebe Kunstfreunde,
wir freuen uns, euch präsentieren zu dürfen:

Gesellschaft der Kunstfreunde zu Leipzig:

Die Entscheidung

1928. Das letzte Aufbäumen der Goldenen Zwanziger.
Dekadenz und Unbeschwertheit, deren Ende niemand vorhersehen wollte.
Ein charakterzentriertes Liverollenspiel um Gesellschaft und persönlichen Horror für 30 Teilnehmende.

Wir bieten dir…
…einen Gesellschaftsclub mit Rahmenprogramm.
…mit der Welt und anderen eng verknüpfte Charaktere.
…die Möglichkeit, die Ängste deines Charakters in anderen und/oder im Geschehen gespiegelt zu sehen und dich mit ihnen auseinander zu setzen.
…die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob du das Geschehene profan oder übernatürlich interpretieren möchtest.

Dieses Spiel ist etwas für dich, wenn…
…du mehr auf persönlichen Horror stehst als auf das Tentakelmonster im Wald.
…es dir Spaß macht, ein wenig Vorbereitungszeit in deinen Charakter zu investieren.
…du gern Charaktere mit verschiedenen Facetten und eigenen Motivationen aufbaust und spielst.
…du ein stimmungsvolles Sittenportrait der Goldenen Zwanziger spielen möchtest.

Dieses Spiel ist nichts für dich, wenn…
…du gewinnen willst. Die Charaktere sollen Rückschläge erleiden, sich dadurch entwickeln und ihren Ängsten stellen. Unser Spiel kann man nicht gewinnen.
…du lieber ein “klassisches” Cthulhu-LARP mit Rätseln und Beschwörung der Großen Alten möchtest.
…du Veranstaltungen mit stark präsenten, SL-gesteuerten Plots bevorzugst. Unser Clubwochenende hat ein Rahmenprogramm, wir werden aber nicht gemeinsam mit Fackeln in den Wald gehen und den Ritualkreis der Kultisten untersuchen. (Du darfst natürlich gern einen Ritualkreis in den Wald malen und die anderen davon überzeugen, sich um Mitternacht in die Mitte zu stellen – was soll schon schiefgehen?)

Lies dazu bitte auch unsere SPIELPHILOSOPHIE.

Anreise: 05.10.2018 ab 14 Uhr
Start: 05.10.2018, 17.30 Uhr (18 Uhr IT)
Ende: In der Nacht von Samstag auf Sonntag.
Abreise: Sonntag bis 14 Uhr.

Adresse: Sangerhausen
Anfahrt: Zum Gelände gehört ein Parkplatz mit ausreichend Stellfläche. Der nächste Bahnhof ist Sangerhausen.
Verpflegung: Vollverpflegung von Freitag Abend bis Sonntag Vormittag, inklusive alkoholfreie Getränke und Mitternachtssnacks.
Unterbringung: In Zimmern mit drei bis acht Betten, Bettwäsche ist vorhanden, ein Handtuch und Hausschuhe solltest du unbedingt mitbringen. Die Zimmerbelegung erfolgt nach IT-Gesichtspunkten.

Preise

Normaltarif

bis 30.06.2018 – 125€ | danach – 135€
Wiederanmeldungen von bereits bestehenden Charakteren zahlen bis zum 30.04.2018 nur 115€!
Anmeldungen sind bis zum 31.08.2018 möglich.
Es gilt das Datum des Zahlungseingangs. Die Staffeln gelten einschließlich des genannten Datums. Spätestmöglicher Zahlungstermin ist der 07.09.2018. Conzahlung ist nicht möglich.
Unvollständige Anmeldungen gelten als reserviert für zwei Wochen, danach wird der Platz wieder freigegeben, wenn ihr uns nichts anderes sagt. Pro weitere 2 Wochen Reservierung fallen ggf. 10€ an. Wir reservieren euch weiterhin gern Plätze, wollen aber die monatelangen unvollständigen Anmeldungen vom letzten Mal vermeiden. Das behindert uns extrem bei der Planung.

“Support your local Kunstfreunde”-Tarif

Auch dieses Jahr freuen wir uns wieder über Spenden, damit andere weniger zahlen können. So soll Kunstfreunden, welche nicht den kompletten Beitrag aufbringen können, die Teilnahme an der Veranstaltung ermöglicht werden. Wer den Patentopf in Anspruch nehmen möchte, muss bereits einmal an einer Kunstfreunde-Veranstaltung teilgenommen haben oder explizit von uns eingeladen worden sein. (In dieser Reihenfolge)

Geld aus dem Topf, das nicht in Teilnehmende investiert wird, werden wir investieren, um euch noch mehr Kunstfreude bieten zu können – z.B. mit Deko, Basteleien oder was uns einfällt, um die Veranstaltung für euch schöner zu gestalten.

Ablauf der Anmeldung

Du sendest uns das vollständig ausgefüllte Anmeldeformular (siehe unten) zu.
Besuchst du uns zum ersten Mal, verabreden wir uns danach zu einem Charaktergespräch, persönlich oder digital. Dafür solltest du 1-2 Stunden Zeit einplanen und vorher unsere Spielphilosophie lesen. Wir erzählen dir etwas über unser Spiel und finden heraus, woran du Spaß haben würdest. Dann schickst du uns entweder deinen Charakterentwurf oder bekommst das Grundgerüst eines Charakters von uns und füllst es mit Leben. Grundsätzlich entwirfst du deinen eigenen Charakter. Es gibt aber mittlerweile ein paar, die wir gern im Spiel hätten, z.B. weil sie von anderen Charakteren durch deren Geschichten eingebracht wurden und wir der Meinung sind, ihre Anwesenheit würde das Spiel bereichern. Wenn wir im Gespräch den Eindruck haben, deine Vorstellungen und Präferenzen passen zu einem dieser Charaktere, werden wir ihn dir vorschlagen.
Warst du schon einmal bei uns, haben wir evtl. noch Fragen zu deinem Erlebnis auf der letzten Veranstaltung, um dich bei der nächsten möglichst gut versorgen zu können.
Danach erhältst du von uns die Kontodaten und kannst den Teilnahmebeitrag überweisen. Beachte bitte, dass für die Zuordnung zur Preisstaffel das Eingangsdatum des Teilnahmebeitrags auf unserem Konto gilt! Melde dich ggf. also rechtzeitig an, da es immer sein kann, dass wir noch Nachfragen oder Bitten zur Ergänzung an dich haben.
Wir wissen, dass das ungewöhnlich ist. Uns ist es wichtig, dass wir ein gemeinsames Verständnis unseres Spiels haben, wir verbinden deinen Charakter aufwändig mit anderen und bauen ihn in die Welt ein. Wir wollen dich damit nicht nerven, sondern allen eine runde und in sich passende Spielwelt bieten.

Nachrichten: Oktober 1927

Einige Zeitungsartikel aus dem Herbst des Jahres 1927, welche uns freundlicherweise von unseren Spieler_Innen zur Verfügung gestellt wurden.

 

1917: Aufnahmen aus dem Krieg

Ein junger Kriegsberichterstatter veröffentlicht seine Aufnahmen von der Front – unzensiert und ungeschnitten. Getarnt als Dokumentation über den Alltag eines Soldaten an der Front machen die brutalen, ungeschönten Aufnahmen die Runde in Deutschland und werden vor allem in progressiven Kreisen gefeiert. Der ehemalige Soldat wird von einem Militärgericht wegen Defätismus zu zwölf Monaten Zuchthaus verurteilt.

Die Anfänge

Nach dem Absitzen seiner Strafe siedelt der Kriegsversehrte nach Babelsberg um und tritt eine Stelle als Requisitenbauer an, von der er schnell zum Kameramann aufsteigt. Erste Bekanntheit erlangen seine alternativen Enden von bekannten Filmen, die nach Drehschluss unter Mitarbeit einiger befreundeter Darsteller entstehen und in Kulturkreisen mit großem Interesse in Hinterzimmern gehandelt werden.

1920: “Ein aufstrebender Stern”

Der Film dieses Namens ist das erste Werk des jungen Regisseurs, welcher ein ihm bekanntes Thema aufgreift: Ein Kriegsheimkehrer sucht in der veränderten Nachkriegszeit seinen Platz im Leben und in der Heimat. Nicht nur greift das Werk den Zeitgeist auf, es ist auch im richtigen Maße provokant und wird von Kritikern äußerst positiv aufgenommen.

1922: “Im Westen steht die Sonne tief”

Ein erfolgreicher Film über dem Durchschnitt, kann dieser Westernstreifen doch nicht an den Erfolg von „Ein aufstrebender Stern“ anknüpfen. Am Rande einer Berliner Filmpreisverleihung kommt es zum Eklat zwischen dem Regisseur und der Hauptdarstellerin Ella Florelle. Sie geben sich gegenseitig die Schuld daran, dass der Film kein Erfolg wie sein Vorgänger wurde. Schenkel wirft Florelle vor, ihre mittelmäßige schauspielerische Leistung hätte den Erfolg seines nächsten Meisterwerks zerstört. Florelle wirft Schenkel vor, seine mittelmäßige Leistung als Regisseur hätte auch sie mit ihrem Talent nicht ausgleichen können.

In der Folgezeit wird Ella Florelle zu einer der begehrtesten Schauspielerinnen Babelsbergs aufsteigen, mit einer für das Filmgeschäft typischen Karriere, die ab 1923 ebenso steil bergan geht wie sie 1927 wieder im Ausklang begriffen ist.

1923: “Der Dieb von Bagdad”

Schenkel versucht sich weiter an für ihn neuen Genres, doch seine neueste Slapstick-Komödie wird derartig von Kritikern zerrissen, dass er sich für fast ein ganzes Jahr komplett aus dem öffentlichen Leben zurückzieht, bis er gelegentlich wieder an der Seite der aufstrebenden Schauspielerin Marion Helm gesehen wird.

1924: “Der Opernfreund”

Der Film, welcher die Renaissance des Regisseurs begründet. Mit seiner neuen Muse Marion Helm in der Hauptrolle gelang Schenkel ein Musikfilm, welcher an den Ruhm von 1920 anknüpfte und Presse und Publikum gleichermaßen begeisterte.

Kurz darauf siedelt Helm nach Amerika um, wo sie Hauptrollen in diversen Kassenschlagern annimmt.

1925: “Varieté”

In seinem ernstesten Film seit „Ein aufstrebender Stern“ widmet der Regisseur sich ganz der Eifersucht und Verderbtheit des weiblichen Geschlechts. Niemand spricht über die gute oder schlechte handwerkliche Leistung dieses Machwerks, vielmehr die oberflächliche Verarbeitung des Themas kritisiert. Dennoch löst es eine große Kontroverse aus über die Rolle der Frau im Film und den Umgang mit Schauspielerinnen. Schenkel selbst haftet seitdem der Ruf eines Skandalregisseurs an und bisherige Versuche, diesen herunterzuspielen, blieben erfolglos.

1926: Ein neuer Plan

Der in Ungnade gefallene Regisseur lässt verlauten, dass er mit den Arbeiten zu einem neuen Werk begonnen hätte, eine weniger kontroverse, dabei aber ungleich monumentalere Produktion. Seit Ende 1926 hat man von diesem keine Neuigkeiten mehr vernommen und auch das Studio hüllt sich in Schweigen.

Die Entdeckung (13.-15.10.2017)

Einladung_Die_Entdeckung

Liebe Kunstfreunde und solche, die es noch werden wollen,
wir freuen uns, euch präsentieren zu dürfen:

Gesellschaft der Kunstfreunde zu Leipzig:

Die Entdeckung

Anreise: 13.10.2017 ab 14 Uhr
Start: 13.10.2017, 17.30 Uhr (18 Uhr IT)
Ende: In der Nacht von Samstag auf Sonntag.
Abreise: Sonntag bis 12 Uhr.
Adresse: Sangerhausen
Anfahrt: Zum Gelände gehört ein Parkplatz mit ausreichend Stellfläche. Der nächste Bahnhof ist Sangerhausen.

Unterbringung

18 Betten in kleineren Zimmern
15 Betten bzw. Aufbettung in größeren Zimmern
Die Unterbringung erfolgt in Zimmern mit zwei bis sechs Personen, Aufbettung bereits eingerechnet. Wir werden versuchen, eure Belegungswünsche zu berücksichtigen.

Vollverpflegung

Von Freitag Abend bis Sonntag Vormittag werdet ihr vollverpflegt, inklusive Mitternachtssnacks.

Preise

Normaltarif

Dieser deckt alle unsere Unkosten für die Location, Verpflegung und alles, was noch zum Spiel gehört.
Bett im kleinen Zimmer:
bis 30.04.2017 – 125€ | bis 31.07.2017 – 145€ | danach – 165€
Bett im großen Zimmer/Aufbettung:
bis 30.04.2017 – 100€ | bis 31.07.2017 – 120€ | danach – 140€

“Support your local Kunstfreunde”-Tarif

Der Unkostenbeitrag wie oben plus ein freiwilliges Extra, welches wir in noch mehr kunstfreudige Dinge investieren werden.

“Kunstfreunde-Paten”-Tarif

Der Unkostenbeitrag wie oben plus ein freiwilliges Extra, welches in einen Topf für Patenschaften wandert. Aus diesem Topf soll Kunstfreunden, welche nicht den kompletten Teilnahmebeitrag aufbringen können, die Teilnahme an der Veranstaltung ermöglicht werden. Wer den Patentopf in Anspruch nehmen kann, entscheiden wir nach Nase. Es müssen Nasen sein, welche bereits einmal an einer Kunstfreunde-Veranstaltung teilgenommen haben oder explizit von uns eingeladen wurden. (In dieser Reihenfolge) Allen anderen steht der Topf leider nicht zur Verfügung.
Wenn ihr den Patentopf in Anspruch nehmen möchtet, meldet euch gern bei uns.

Ihr könnt uns in der Überweisung mitteilen, wofür euer Mehrbeitrag verwendet werden soll. Andernfalls füllen wir bei Notwendigkeit zuerst den Patentopf auf, danach den “kunstfreudige Dinge”-Topf.

Es gilt das Datum des Zahlungseingangs. Die Staffel gelten einschließlich des genannten Datums. Spätestmöglicher Zahlungstermin ist der 30.09.2017. Conzahlung ist nicht möglich.

Ablauf der Anmeldung

Du sendest uns das ausgefüllte Anmeldeformular (siehe unten) zu. Besuchst du uns zum ersten Mal, werden wir danach mit dir zusammen deinen Charakter abstimmen und in die Welt einbauen. Das beinhaltet ein Charaktergespräch, persönlich oder via Skype.
Erst danach erhältst du von uns die Kontodaten und kannst den Teilnahmebeitrag überweisen. Beachte bitte, dass zur Zuordnung zur Preisstaffel das Eingangsdatum des Teilnahmebeitrags auf unserem Konto gilt!
Wir wissen, dass das ungewöhnlich ist. Da es uns aber sehr wichtig ist, dass wir ein gemeinsames Verständnis unseres Spiels haben und wir deinen Charakter aufwändig mit anderen verbinden und in die Welt einbauen, werden wir an dieser Stelle keine Ausnahmen machen. Die Vergangenheit hat gezeigt, es lohnt sich.